• Hallo an alle,

    hier mein erstes Thema in diesem Forum.

    Ich denke viel über das Thema Diagnose nach.

    Nach der „Verdachts-Diagnose“ Ende letzten Jahres hat sich für mich etwas geändert. Mein Leben, meine mentalen Probleme schienen mir plötzlich erklärbar, nach der Achterbahnfahrt von klein auf an bis heute. Nach 48 Jahren mit zahlreichen Diagnose Ansätzen, viel Psychotherapie, Medikamenten und Orientierungslosigkeit, schien alles einen Sinn zu ergeben. Ich habe seit dem einiges verändert und es trägt Früchte.

    Ich habe das Bedürfnis nach so etwas wie „Klarheit“

    Ich würde mir wünschen das die Testung zeitnaher möglich wäre. Für mich weiß ich wer ich bin und wie ich funktioniere. Wahrscheinlich habe ich die letzten Jahre darauf hin gearbeitet, ohne Ziel. Das hat mir geholfen „zu mir zu finden“ Sehr langsam und ich arbeite immer noch daran, aber ich habe eine Ahnung wer ich bin.

    Wie die Diagnose zu meinen mentalen Problemen lautet ist zwar wichtig für mich, aber letztendlich ändert sie wohl nichts. (bin mir da nicht ganz sicher)

    Ende letzten Jahres hatte ich so etwas wie ein „Hoch“, ein Gefühl von Erleichterung. Von Entlastung. Dies hat sich zu einem „auf und ab“ gewandelt.

    Ich habe das Gefühl, das ich durch eine Diagnose anders auf meine Umwelt zu gehen könnte. Auch meine berufliche Neuorientierung ist hier ein Thema, sowie die Kommunikation mit meiner Familie.

    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in welcher man für alles ein „Zertifikat“, eine „Bestätigung“ braucht. Ich kann mich nicht „öffnen“ solange ich mir nicht sicher bin. Besonders wegen meiner Kinder. Ich möchte sie nicht verunsichern. Die Beziehung zu meiner Frau ist schwierig, hier hätte ich Probleme über einen „Verdacht“ zu sprechen.

    Und ja……es ist eine Testung. Dies kann auch bedeuten das eine Ass ausgeschlossen wird. Dessen bin ich mir bewusst. Wie ich dann damit umgehe, weiß ich nicht…


    Ich hoffe ich konnte die Diskrepanz, zwischen Diagnose für mich und Diagnose für die „Außenwelt“ einigermaßen darstellen. ( fällt mir schwer )


    Mich interessiert eure Meinung.


    Danke fürs lesen…

  • Das beschäftigt mich auch seit mehreren Jahren.
    Vielleicht sollte ich besser "beschäftigte mich" schreiben.

    Ich bin zu dem Schluss gekommen, das es mir nicht hilft, wenn ich (wem auch immer) mit einem Zettel "unter der Nase"(RW) wedel und sage "schau... da steht es!"
    Das ist aber auch meinem Alter geschuldet.
    Was mir hilft ist, mich besser und die anderen zu verstehen.
    Dadurch fällt es mir leichter mein Leben entsprechend einzurichten.
    Und manchmal treffe ich auf Menschen, die mich auch verstehen.
    Das macht es für mich dann deutlich entspannter.


    Ach ja... vielleicht ist das noch passend

    tinker
    18. Mai 2025 um 12:38

    Ich bin selten nachtragend, ich kann mir nur vieles merken ;)

    Einmal editiert, zuletzt von tinker (23. Juni 2025 um 21:43) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von tinker mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Danke Dir


    Im Grunde bin ich da ganz bei Dir. Ich misstraue mir vielleicht auch ein wenig selber.

    Und ich sehe auch das ich mein Leben neu einrichten darf. Wie und Wo macht mir allerdings ein bisschen Angst.

    Einmal editiert, zuletzt von Will (23. Juni 2025 um 22:25) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Will mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Das kenne ich mit dem " sich selber misstrauen " . M. E. hat dies im Masking seinen Ursprung. Im zu sehr angepassten Verhalten. Da hilft eine Diagnose aber nur ein wenig. Man weiss dann zwar, warum man es tut, macht es aber weiterhin.

    Im großen und ganzen empfinde ich eine Diagnose als hilfreich, wenn man z.B. in Therapie ist.

    Gerade wenn es Verhaltenstherapie ist, macht es wenig Sinn, als Autist sich auf eine auf einen nichtautistischen Menschen zugeschnittene (RW) Therapie einzulassen, da diese fehlschlagen wird.

    Für mich war im Erleben nach der Diagnose am wichtigsten sagen zu können : nö, kann ich nicht, versuch ich auch nicht, weil => führt zu nichts. => und dabei auch bleiben zu können. D.h. sich nicht mehr überreden zu lassen. - Da wächst man rein.

    Hopps Hopps Hopps

    Beste Grüße sagt Klarissa 👋🏻

  • Da meine Diagnose mich unvorbereitet traf, blieb mir zumindest die vorherige Unsicherheit erspart.

    Nach dem ersten Schock, war ich erleichtert, denn jetzt würden mich die Leute ja besser verstehen und vielleicht sogar mögen... dachte ich zumindest.

    Anstelle der unerklärlichen sozialen Probleme trat für mich dann nur die Frustration dass sich trotz des Wissens warum ich die Schwierigkeiten hatte, nichts änderte. Die wenigen denen ich mich erklärt habe, waren durchweg der Meinung, dass es entweder eine Fehldiagnose sei oder ich zumindest ja nur eine leichte Form hätte die mir keine Probleme bereite, denn man sah es mir ja nicht an. Ich habe viel Energie in Aufklärungsarbeit gesteckt um zumindest die Personen die mir wichtig sind zu überzeugen. Es hat mich sehr gekränkt, dass ich mich regelrecht verteidigen musste für etwas was ich mir nicht ausgesucht habe. Es ist schon verrückt dass Leute denken man würde sich selbst etwas andichten, um zu rechtfertigen dass man als Außenseiter behandelt und von vielen abgelehnt wird. Den meisten ist es auch schlicht egal warum man ist wie man ist. Man wird akzeptiert so lange man funktioniert und nützlich ist. Für mich ist es dagegen sehr wichtig zu wissen, dass ich nicht schlechter bin sondern nur anders. Ich verleugne meinen Autismus nicht, aber ich versuche nicht mehr mich quasi vorab dafür zu entschuldigen, dass ich anders bin. Ich schulde niemand ein medizinisches Bulletin und habe für mich festgestellt dass es besser ist zu sagen was ich benötige oder nicht kann, ohne dafür detaillierte Gründe zu nennen. Und dass sie mich vermutlich komisch finden und dass sie damit recht haben....


    Sometimes I find a random screw lying around in my house

    and I just assume it's from my life falling apart...

  • Danke Dir,


    was Du schreibst klingt sinnig.

    Und Dein Erleben nach Deiner Diagnose, klingt entlastend. Vielleicht: zu wissen wie es ist und dies dann auch in „Grenzen im Außen“ umzusetzen. Sich dies ohne schlechtes Gewissen ( habe ich oft ) zu „erlauben“, ja sich dies sogar „nehmen“.

    Weil es einem zusteht.

    Das klingt wirklich schön…

  • Hallo Will,

    zwecks Brainstorming skizziere ich mal kurz wie es bei mir war. Der Weg zur formalen Diagnose vor ein paar Jahren war holprig, aber im Ergebnis gut. Ich habe mit der Diagnose einen GdB beantragt und erhalten. Da ich 'high masking' bin und auch sonst ein paar veraltete Kriterien nicht erfülle (nein, ich bin nicht von Zugfahrplänen besessen und anderer Nonsense) knalle ich gerne jedem, der sagt ich "sähe nicht aus wie ein Autist", die Diagnose auf den Tisch.

    Wenn man offizielle Unterstützung benötigt, ist der GdB von Vorteil, das nimmt überflüssigen Diskussionen im Vorfeld den Wind aus den Segeln. Allein dafür hat es sich gelohnt.

  • Ich nehme das wörtlich und stelle dann die Rückfrage, wie denn ein Autist aussehen soll?

    Ich hab auch schon öfter gesagt bekommen, man hätte das ja mitkriegen müssen wenn ich Autist wäre.

  • Die Beziehung zu meiner Frau ist schwierig, hier hätte ich Probleme über einen „Verdacht“ zu sprechen.

    Das finde ich sehr schade, aber ich kann es verstehen - Menschen, auch nahestehende, können komisch reagieren, und das kann verletzen. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie durch das Wissen um die Verdachtsdiagnose Schwierigkeiten in eurer Beziehung in einem anderen Licht betrachten kann. Statt dir bösen Willen zu unterstellen beispielsweise, etwas mehr Nachsicht walten lässt.

  • Hallo Will,

    zwecks Brainstorming skizziere ich mal kurz wie es bei mir war. Der Weg zur formalen Diagnose vor ein paar Jahren war holprig, aber im Ergebnis gut. Ich habe mit der Diagnose einen GdB beantragt und erhalten. Da ich 'high masking' bin und auch sonst ein paar veraltete Kriterien nicht erfülle (nein, ich bin nicht von Zugfahrplänen besessen und anderer Nonsense) knalle ich gerne jedem, der sagt ich "sähe nicht aus wie ein Autist", die Diagnose auf den Tisch.

    Wenn man offizielle Unterstützung benötigt, ist der GdB von Vorteil, das nimmt überflüssigen Diskussionen im Vorfeld den Wind aus den Segeln. Allein dafür hat es sich gelohnt.


    Danke Dir,

    Brainstorming finde ich gut.

    Ich hatte bis jetzt einen GdB von 40. ich habe einen erneuten Antrag gestellt, welcher aber nicht anerkannt wurde. Leider war die Kommunikation zwischen dem VdK und mir nicht besonders „glücklich“.

    Es wurden nur Dokumente von meiner Hausärztin angefordert. Mittlerweile habe ich mit meinem neuen Psychiater gesprochen. Hier wird jetzt PtBS und der Verdacht auf ASS kommuniziert. Ob meine Psychotherapeutin auch eine Bewertung meiner Situation darlegen darf, weiß ich gar nicht.

    Wäre interessant zu wissen. Auch bezüglich Ergo/Physio.

    Ich habe noch die ein oder andere „Baustelle“ neben her laufen.



    Ich sehe es auch so das ein GdB wichtig ist…


    Das finde ich sehr schade, aber ich kann es verstehen - Menschen, auch nahestehende, können komisch reagieren, und das kann verletzen. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie durch das Wissen um die Verdachtsdiagnose Schwierigkeiten in eurer Beziehung in einem anderen Licht betrachten kann. Statt dir bösen Willen zu unterstellen beispielsweise, etwas mehr Nachsicht walten lässt.


    Das finde ich sehr schade, aber ich kann es verstehen - Menschen, auch nahestehende, können komisch reagieren, und das kann verletzen. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie durch das Wissen um die Verdachtsdiagnose Schwierigkeiten in eurer Beziehung in einem anderen Licht betrachten kann. Statt dir bösen Willen zu unterstellen beispielsweise, etwas mehr Nachsicht walten lässt.




    Danke Dir,


    die problematische Situation besteht schon sehr lange. Ich habe sehr oft um Verständnis gebeten, vor dem Verdacht. Ich habe mehrfach gesagt das eine Paartherapie sinnvoll wäre (in den letzten 10 Jahren).

    Aktuell versuche ich Unterstützung für meine Kinder zu installieren. Meine mittlere hat auf meinem Wunsch hin vor ein paar Jahren eine Gesprächtherapie beginnen dürfen. Diese wurde allerdings von meiner Frau abgebrochen. Meine Tochter ist sehr gerne hin gegangen.

    Ich sehe Parallelen zwischen mir und meinen Kindern.

    Meine große hätte das Bedürfnis Hilfe anzunehmen. Dies hat sie in Gesprächen mit mir kommuniziert.



    Es ist wirklich sehr kompliziert…


    Ich nehme das wörtlich und stelle dann die Rückfrage, wie denn ein Autist aussehen soll?

    Ich hab auch schon öfter gesagt bekommen, man hätte das ja mitkriegen müssen wenn ich Autist wäre.


    Danke für Deine Rückmeldung,


    ich verstehe grad nicht wie Du es meinst. Kannst Du bitte den Kontext herstellen?

    Danke Dir <3

    4 Mal editiert, zuletzt von Will (30. Juni 2025 um 22:31) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Will mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Da ich 'high masking' bin und auch sonst ein paar veraltete Kriterien nicht erfülle (nein, ich bin nicht von Zugfahrplänen besessen und anderer Nonsense) knalle ich gerne jedem, der sagt ich "sähe nicht aus wie ein Autist", die Diagnose auf den Tisch

    Mein Schwager hat vor meiner Diagnose zu mir gesagt, ich könnte keine Autistin sein, weil ich ja nicht so aussah. Ich habe ihn dann nach einer Konkretisierung gefragt, wie Autisten aussehen.

    Seine Antwort war: Du schaust Menschen in die Augen. (Mein Maskieren hat ihn getäuscht)

    Er hat bis heute nicht bemerkt, dass ich Redewendungen wortwörtlich nehme und deren bildliche Bedeutung wie eine Fremdsprache auswendig gelernt habe.

    Und er hat bis heute nicht verstanden, dass ich nach einer objektiven Beschreibung des universal gültigen Äußeren von Autisten gefragt habe, denn er hatte gesag , ich sehe nicht aus wie eine Autistin.

    Er hat mir meine Frage nie korrekt beantwortet.

    Auf Youtube gibt es Videos von Projekt Hope, die sehr deutlich zeigen, wie unterschiedlich die Kommunikation zwischen Neurotypischen und neurodiversen Menschen sein kann. Und ich finde die Aussage "Höre nicht das, was ich nicht gesagt habe. " trotz der doppelten Verneinung in diesem Kontext sehr konkret formuliert.

  • Danke Dir,


    ich verstehe sehr gut was Du meinst.

    Es sind wohl die Bilder, welche in den Köpfen der meisten Menschen aufgehen…

    Das ein Autist niemandem in die Augen schaut, nicht redet und sich wie oben erwähnt, für Zugfahrpläne interessiert. (Was ich aber verstehen kann, ich mag Technik, sprich Züge. Beschäftige mich aber nicht damit. Muster (Pläne) sprechen mich auch an)

    Ich denke das die Gesellschaft, Angst oder keine Zeit für „Divergenz“ im allgemeinen hat.
    Was ich nicht verstehen kann, denn „Neues“ oder „anders“ ist doch total spannend.

  • Ich denke das die Gesellschaft, Angst oder keine Zeit für „Divergenz“ im allgemeinen hat.
    Was ich nicht verstehen kann, denn „Neues“ oder „anders“ ist doch total spannend.

    Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Mich faszinierten soziale Strukturen, menschliches Verhalten, Psychologie etc. Schon immer. Ich vermute dass es ein Instrument zum Nachahmen und Maskieren war/ist. Für die Neurotypischen scheint das weit weniger interessant zu sein und nur selten sehe ich Bereitschaft sich die Mühe zu machen die Perspektive zu wechseln...


    Sometimes I find a random screw lying around in my house

    and I just assume it's from my life falling apart...

  • Ich habe mich gestern mit jemandem unterhalten. Auf die Frage, wie ein typischer Autist aussieht, kam: "Kopfhörer, Sonnenbrille und Kapuze auf"

    (Ich in der Bergbahn: Sonnenhut auf, ANC in den Ohren und die Sonnenbrille auf dem Schoß)

    Ich interessiere mich für Handarbeiten, aber die Intensität meines Spezialinteresses schwankt. An Tagen wie gestern war ich am Nachmittag nur noch auf der Couch: Akku leer.

  • Ich habe mich gestern mit jemandem unterhalten. Auf die Frage, wie ein typischer Autist aussieht, kam: "Kopfhörer, Sonnenbrille und Kapuze auf"

    (Ich in der Bergbahn: Sonnenhut auf, ANC in den Ohren und die Sonnenbrille auf dem Schoß)

    Ich interessiere mich für Handarbeiten, aber die Intensität meines Spezialinteresses schwankt. An Tagen wie gestern war ich am Nachmittag nur noch auf der Couch: Akku leer.

    Sonnenbrille? Kenne ich. Ich brauche sie gegen zu viel Helligkeit und zum „abschirmen“ nach außen.

    Kopfhörer? Habe ich mir vor 3 Monaten zugelegt. NC finde ich sehr gut. Zeitweise auch ohne Musik, wenn ich Ruhe brauche.

    Akku leer und Couch? Kenne ich ebenfalls. Mir hat mal jemand gesagt : meine „soziale Batterie“ ist leer. Das trifft es sehr gut, finde ich.

  • NC finde ich sehr gut. Zeitweise auch ohne Musik, wenn ich Ruhe brauche

    Ich trage nahezu durchgängig Kopfhörer. Die wenigste Zeit davon höre ich damit Musik.

    Zuhause und in der Bahn trage ich die Over-Ear. Auf der Arbeit nutze ich zwei Sets in Ear. Bei "Sozialen" Anlässen, wo ich nicht ständig erklären kann, trage ich loops.

    Zuhause zum Schlafen Ohropax oder Alpine-Quiet Sleep.

    Wenn ich Musik höre, sind es meist die selben Lieder. Habe eine Playlist, 7 Lieder.

    Ohne die Kopfhörer funktioniert es bei mir garnicht mehr.

  • Hey Will

    Das Zergrübeln der Diagnostik ist auch mir gut bekannt. Nach meiner Verdachtsdiagnose habe ich das Thema erstmal nicht weiter verfolgt. Für mich ergab es keinen Mehrwert den Verdacht auf ASS überprüfen zu lassen, ich hatte auch nicht die Energie mich um eine Testung zu kümmern und nicht die Geduld ewig auf einen Platz zu warten. Ich hatte eine ADHS Diagnose, das war schon Herausforderung genug. Letztendlich hat mich eine Sozialarbeiterin auf das Thema GdB und ASP hingewiesen und mir Möglichkeiten für Hilfe im Alltag aufgezeigt, von denen ich noch nie gehört hatte und die mit einer offiziellen Diagnose einfacher zugänglich seien. Daher habe ich den Prozess dann doch auf mich genommen und ein gutes halbes Jahr damit verbracht jedes Detail meines Verhaltens hinsichtlich möglicher Symptome zu analysieren und jedes pro und contra gegeneinander aufzuwägen. Das war nicht schön und ich habe sehr gehofft, dass das mit der Diagnose (oder der Nicht-Diagnose) aufhört. So richtig hat es das leider nicht. Jetzt bin ich eben auch Autistin, die Probleme bleiben. Und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung auf welche Art ich das Thema in meine Alltag integrieren soll. Mein Partner weiß Bescheid, aber sonst habe ich noch niemandem von dem Ergebnis erzählt. Ich habe irgendwie Angst nur noch über die Diagnose und die Symptome definiert zu werden. Alles was ich mal als meine Persönlichkeit erachtet habe, ist jetzt ein Symptom meiner Neurodiversität.

    Abschließend möchte ich aber noch anfügen, dass das vielleicht recht negativ klingt, aber eben auch nur meine persönliche Erfahrung ist und in keiner Weise eine notwendige Konsequenz der Diagnose darstellen soll. Ich kenne sehr viele Autist*innen und ADHSler*innen, die ihre Diagnose als enorm erleichternd empfanden und denen die Zuordnung ihrer Schwierigkeiten enorm weiter helfen konnte.

    Daher dir auf jeden Fall alles Gute auf deinem Weg!

  • ASP

    Was ist das? Ich kenne diese Abkürzung nicht.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

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