Vertrauen in Menschen - ist das überflüssig ?

  • Hallo

    Ich hatte gestern eine sehr schwere Therapiestunde. Es ging um ein generelles Vertrauen in Menschen, ob das Familie ist, oder Kollegen bei der Arbeit, falls man arbeitet, oder andere " Wegbegleiter ".

    Was ist Vertrauen ? Wo kommt es her ? Brauchen wir das überhaupt ? Und wenn ja, wozu ? Oder sind das vielleicht doch völlig überflüssige Fragen und wir sollten über Vertrauen gar nicht mehr nachdenken ?

    Diese und andere Fragen treiben mich gerade sehr um (RW) und hindern mich am Einschlafen.

    Ich brauche Eure Ideen. Und ich würde mich freuen, wenn sich auch gerade die neuen User hier bitte rege beteiligen würden. Auch gerne anhand von Beispielen.

    Ja, das wäre schön. Hopps Hopps Hopps

    Beste Grüße sagt Klarissa :waving_hand:

  • Ein schönes Thema KlarissaKunst .
    Erst einmal nur kurz.
    Vertrauen hat glaube ich auch etwas mit erwarten zu tun. Was erwarte ich von meinem gegenüber?
    Wenn ich das weiß fängt erst das Vertrauen an zu wachsen.
    Später mehr.

  • Hallo KlarissaKunst ,

    das ist kein einfaches Thema. Dennoch möchte ich mich daran beteiligen und hoffe, ich bekomme das einigermaßen nachvollziehbar hin.

    Aufgrund einiger unschönen Erlebnisse mit Menschen, denen ich geglaubt und vertraut habe, bin ich vorsichtiger geworden.

    Was ist Vertrauen ? Wo kommt es her ? Brauchen wir das überhaupt ? Und wenn ja, wozu ? Oder sind das vielleicht doch völlig überflüssige Fragen und wir sollten über Vertrauen gar nicht mehr nachdenken ?


    Vertrauen, bedeutet für mich, mich auf etwas verlassen zu können.

    Es gibt ja so etwas wie das Urvertrauen, vielleicht ist das als Anfang zu sehen.
    Als Neugeborenes ist man darauf angewiesen, das andere einen versorgen und beschützten. Es ist Überlebenswichtig.
    Ein Säugling welches sich auf diese Versorgung nicht verlassen kann, steht wahrscheinlich unter Dauerstress. Das ist äußerst ungesund.
    Und je nachdem welche Erfahrungen man macht (ob nun schon als Säugling oder im weiteren Leben), festigt sich das Vertrauen-Können in andere mehr oder weniger.

    Ich halte „Vertrauen können“ für immens wichtig, weil es mir halt und Sicherheit gibt.

    Allerdings, geht es mir besser damit, vordergründig auf mich selbst zu vertrauen. Das heißt, ich vertraue darauf, dass ich damit umgehen kann bzw. einen Weg finden werde, wenn mir schlimme Dinge passieren, wenn Menschen mich verletzen oder enttäuschen, sich nicht an Absprachen halten oder was auch immer.
    Das war nicht immer so. Daran habe ich sehr lange und hart arbeiten müssen und tue das immer noch.

    Ich schenke meinen Mitmenschen aber nach wie vor und immer wieder mein Glaube in Ihnen, in das was sie sagen, weil es mich ansonsten „verrückt“ machen würde, wenn ich jede einzelne Aussage in Frage stellen würde.
    Ich schließe mittlerweile jedoch nicht mehr aus, dass es auch anders sein könnte als man mir das gerade zu vermitteln versucht.
    Also, das Wissen dazu, aufgrund von Erfahrungen, die ich gemacht habe, behalte ich im Umgang mit anderen dabei schon im Hinterkopf.

    Einige Beispiele:

    Ein ehemaliger „Freund“ hatte mein Haustier (eine Ratte) gequält, nachdem ich ihn diese im Guten Glauben anvertraute. Ich kann das bis heute nicht richtig begreifen, was ich da zu sehen bekam.
    Ich bekam auch schon des Öfteren mit, wie „Geheimnisse“ ausgeplaudert wurden (eigene und die von anderen); auch wie Unwahrheiten verbreitet wurden und daraufhin Mobbing stattfand.
    Oder, dass sich einfach nicht an Versprechen gehalten wurde. Das passiert andauernd und scheint gar nicht so schlimm für viele. Mir macht so etwas immer wieder zu schaffen.
    Es wurde und wird hinter meinem Rücken über mich, aber auch über andere gelästert, sich lustig gemacht… dem Betroffenen gegenüber wird so getan als würde man ihn mögen.


    So viel dazu von mir erstmal.



    Nachtrag:

    Ich finde im übrigen schon, dass es Sinn macht über das Thema nachzudenken. Also für mich hat es bereits Sinn ergeben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Oxymoron (20. Mai 2026 um 06:40) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Oxymoron mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Vertrauen hat glaube ich auch etwas mit erwarten zu tun. Was erwarte ich von meinem gegenüber?

    Ja, das denke ich auch. Also ganz grob erstmal.

    Vertrauen macht es überhaupt erstmal möglich, sich einigermaßen "sicher" durch die Welt bewegen zu können, in dem ich Grundannahmen über mein Gegenüber treffe: Ich vertraue/erwarte, dass man mir nicht, wenn ich jemanden den Rücken kehre, einen Knüppel über den Kopf zieht, nicht vor die U-Bahn geschubst werde, ausgeraubt werde etc. Und die aller meisten Menschen tun so etwas ja auch nicht. Das ist die Basis für eine friedliche Koexistenz.

    Vertrauen ist aber auch nicht 1 oder 0. Das hat viele Abstufungen. Erstmal bringe ich den meisten Menschen ein positives Grundvertrauen entgegen, wenn ich nicht bereits im ersten Moment von "Red Flags" "angesprungen" werde. Aber Vertrauen kann wachsen und schrumpfen.

    Und das Maß an Vertrauen variiert je nachdem wie gut und lange ich eine Person kenne. Meinem Freund könnte ich ohne Probleme meine Bank-PIN anvertrauen. Das täte ich aber niemals bei einem Fremden auf der Straße.

  • Bei mir fächert sich sofort die Unterteilung auf, ob ich mir oder einem Menschen oder einer Sache bzw. einer Situation vertraue. Ich muss mich sicher fühlen.

    Mir, meiner Art zu denken und wahrzunehmen kann ich vertrauen. Da fühle ich mich sicher.

    Meinem Mitmenschen kann ich vertrauen, wenn ich ihn gut kenne, wenn ich Offenheit mir gegenüber wahrnehme. Eine Person, die auch mir Vertrauen schenkt, mich an ihren Gedanken teilhaben lässt und die in ihren Handlungen und Reaktionen verlässlich, klar und beständig ist, gewinnt mein Vertrauen. Ich kann mich dann dieser Person auch anvertrauen, mich also öffnen, mich zeigen wie ich bin, meine Ansichten mit ihr teilen und das alles, ohne Abwendung oder Verrat befürchten zu müssen.

    Dinge und Situationen müssen berechenbar und eindeutig sein.

  • Was ist Vertrauen ?

    Für mich ist Vertrauen das Gefühl, dass ich mich auf jemanden verlassen kann. Wenn ich weiß, dass er Dinge, die ich ihm erzähle, für sich behält, wenn er mir gegenüber immer ehrlich ist, wenn er seine Versprechen hält und ähnliches.

    Wo kommt es her ?

    Ich denke, jemand, der überwiegend gute Erfahrungen in seinem Leben gemacht hat, findet schneller Vertrauen als jemand, der überwiegend schlechte Erfahrungen in seinem Leben gemacht hat. Ich persönlich stehe jedem Menschen erstmal neutral gegenüber. Ich vertraue ihm nicht, aber ich misstraue ihm auch nicht. Ob aus dieser Neutralität Vertrauen oder Misstrauen wird, hängt von seinem Verhalten und meinem "Bauchgefühl" ab.

    Brauchen wir das überhaupt ? Und wenn ja, wozu ?

    Natürlich brauchen wir Vertrauen. Vertrauen in uns selbst, aber auch in andere Menschen. Vertrauen ist eine Art "sozialer Kitt". Ohne Vertrauen würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Wie sollte man z.B. ohne Vertrauen eine Beziehung führen? Wie sollte z.B. eine Mutter ihr Kind selbstständig werden lassen? Das geht doch nur, indem man Vertrauen hat.

    Oder sind das vielleicht doch völlig überflüssige Fragen und wir sollten über Vertrauen gar nicht mehr nachdenken ?

    Doch, ich finde, darüber sollte man auf jeden Fall mal nachdenken. Besonders dann, wenn man Probleme hat, anderen Menschen oder auch sich selbst zu vertrauen. Nur so kann man rausfinden, woran es liegt und wie man das verbessern könnte.

  • Ooooh, vielen herzlichen Dank an Dich. Elbenfrau

    Auch sehr interessant. Anscheinend gibt es verschiedene Arten von Vertrauen. :/ Das sind sehr interessante Gedankenansätze. Merkwürdigerweise gleichzeitig logisch und irgendwie mit anhängendem Gefühl. ... hm ... :/

    Weiss gerad nicht, wie ich das beschreiben soll. Ich selber dachte gestern in der Therapiestunde => wenn ich " Vertrauen " für mich nicht erklären kann, dann kann ich auch drauf verzichten.

    So nach dem Motto => die Kleidungsstücke, die ich zwei Jahre nicht angefasst habe, kann ich auch wegwerfen. Sagt man doch so. ... mein ich. Ich hab aber möglicherweise was falsch verknüpft. Mein Sohn sagt mir das immer. => das mein Verknüpfen auch ab und an nicht funktioniert.

    Danke nochmal Elbenfrau => für die gut strukturierten Gedanken :love:

    Hoppsi

  • Vertrauen ist für mich schwierig. Ich bin in meinem Leben schon oft verarscht und ausgenutzt worden. Auf der anderen Seite bin ich auch so naiv und falle immer wieder darauf rein zu sehr vertraut zu haben.
    Bei meinen Katzen hatte ich die Probleme nie. Katzen kann ich aber auch lesen.

    Ja, es ist wichtig weil sonst Beziehungen zu anderen Menschen gar nicht mehr funktionieren. Ob ich das jemals lerne die richtige Balance zu finden weiß ich nicht. Vielleicht bin ich auch mittlerweile zu alt.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

  • Vertrauen ist für mich schwierig. Ich bin in meinem Leben schon oft verarscht und ausgenutzt worden. Auf der anderen Seite bin ich auch so naiv und falle immer wieder darauf rein zu sehr vertraut zu haben.
    Bei meinen Katzen hatte ich die Probleme nie. Katzen kann ich aber auch lesen.

    Ja, es ist wichtig weil sonst Beziehungen zu anderen Menschen gar nicht mehr funktionieren. Ob ich das jemals lerne die richtige Balance zu finden weiß ich nicht. Vielleicht bin ich auch mittlerweile zu alt.

    Lieben Dank Ginome

    Hoppsi


    Bisher sagt niemand, Vertrauen braucht es nicht ... :/ ...

    Hopps Hopps Hopps

    Einmal editiert, zuletzt von KlarissaKunst (20. Mai 2026 um 11:29) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von KlarissaKunst mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Vertrauen bedeutet für mich auch, dass ich in Gegenwart anderer Personen ich selbst sein kann und darf.

    Ich habe nur sehr wenige enge Sozialkontakte. Neben meinen Mann und meinen Kindern gibt es kaum Menschen, bei denen ich mich nicht in irgendeiner Art verstellen muss. Das ist sehr anstrengend.

    Vertrauen ist für mich auch, dass man ehrlich miteinander ist. Man kann auch verschiedene Meinungen haben oder mal einen Konflikt. Aber ist das Vertrauen gross genug, hat es dafür auch Platz. Man kann darauf vertrauen, dass man geliebt wird auch bei Unstimmigkeiten.

    Auch im Zusammenhang mit dem Leben an sich braucht es Vertrauen. Dass z.B. alles wieder gut kommt, wenn es einem mal richtig mies geht. Dieses Vertrauen ist mir auch schon abhanden gekommen. Wenn ich aber dieses Vertrauen hab, dann fühlt sich das für mich an, als ob alles in mir drin stimmig ist. Weiss nicht genau, wie ich es erklären soll. Einfach so ein wohliges Gefühl.

  • Vertrauen bedeutet für mich auch, dass ich in Gegenwart anderer Personen ich selbst sein kann und darf.

    Ich habe nur sehr wenige enge Sozialkontakte. Neben meinen Mann und meinen Kindern gibt es kaum Menschen, bei denen ich mich nicht in irgendeiner Art verstellen muss. Das ist sehr anstrengend.

    Vertrauen ist für mich auch, dass man ehrlich miteinander ist. Man kann auch verschiedene Meinungen haben oder mal einen Konflikt. Aber ist das Vertrauen gross genug, hat es dafür auch Platz. Man kann darauf vertrauen, dass man geliebt wird auch bei Unstimmigkeiten.

    Auch im Zusammenhang mit dem Leben an sich braucht es Vertrauen. Dass z.B. alles wieder gut kommt, wenn es einem mal richtig mies geht. Dieses Vertrauen ist mir auch schon abhanden gekommen. Wenn ich aber dieses Vertrauen hab, dann fühlt sich das für mich an, als ob alles in mir drin stimmig ist. Weiss nicht genau, wie ich es erklären soll. Einfach so ein wohliges Gefühl.

    Vielen Dank Hitori Toll, da sind ja schon wieder neue Dinge dabei. Wow

    Merci 🙏🏻 🙏🏻 🙏🏻

    Hoppsi


    Vertrauen ist für mich schwierig. Ich bin in meinem Leben schon oft verarscht und ausgenutzt worden. Auf der anderen Seite bin ich auch so naiv und falle immer wieder darauf rein zu sehr vertraut zu haben.
    Bei meinen Katzen hatte ich die Probleme nie. Katzen kann ich aber auch lesen.

    Ja, es ist wichtig weil sonst Beziehungen zu anderen Menschen gar nicht mehr funktionieren. Ob ich das jemals lerne die richtige Balance zu finden weiß ich nicht. Vielleicht bin ich auch mittlerweile zu alt.

    Ja, so ähnlich gehts mir auch. Vertrauen an Tiere. Auch interessant... :/

    Hopps

    Einmal editiert, zuletzt von KlarissaKunst (20. Mai 2026 um 13:04) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von KlarissaKunst mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Von Natur aus vertraue ich niemanden.
    Wenn ich Menschen kennenlerne schaue ich, was gefällt mir an dem Menschen.
    Was verbindet uns.
    Und so nach und nach baut sich Vertrauen auf.
    Das ist bei jedem Menschen anders. Meiner Arbeitskollegin vertraue ich, das sie mir einen ordentlichen Arbeitsplatz übergibt.
    Einer Freundin vertraue ich das sie auf meine Tiere gut aufpasst wenn wir im Urlaub sind.
    Das sind so Sachen die auf Gegenseitigkeit beruhen. Das lässt sich nicht erzwingen.
    Insgesamt versuche ich möglichst selbstständig zu sein, von niemanden abhängig, damit ich möglichst wenig Vertrauen muss.
    Aber so ganz ohne Vertrauen geht es einfach nicht. Vertrauen in mich selbst, stimmt, das ist auch eine gute Idee.
    Das müsstest du doch gut in dich haben KlarissaKunst .
    Du hast immer Ideen um weiter zu kommen. Stillstand habe ich bei dir noch nicht erlebt. Vertraust du dir selber? Da vielleicht anfangen?

  • Né, hab kein Vertrauen in mich selbst. Weil ich nicht in die Zukunft sehen kann. Sofern ich das Wort jetzt nicht gerad völlig falsch und anders verstehe.

    Vertrauen in einen selbst finde ich unlogisch und halte ich persönlich im Moment gerad für nicht machbar. Das kann sich aber ändern.

    Allerdings, und ich hoff, ich eck jetzt nicht an, bei niemandem. Weil es unlogisch ist. Ich glaub, das ist auch das, was mich stört. Es sind eben nicht immer die gleichen Situationen. Das funktioniert einfach nicht. Deswegen halte ich Vertrauen irgendwie für, ja, überholt oder so.

    Ich möchte aber betonen. Es ist nur meine Meinung. Nur das.

    Danke liebe Meditie da war ja schon wieder so viel Neues dabei. Krass.

    Hopps Hopps Hopps

    Ja, das stimmt so in etwa, Meditie Stagnation ist für mich unerträglich. Und wenn ich nur Hoppse. ... :hihi:

  • Du eckst nicht an KlarissaKunst. Du schreibst wie du empfindest.
    Dann ist Vertrauen für dich vielleicht „schwierig“ weil es keine feste Situation ist? Weil es so unterschiedlich ist?
    Das finde ich jetzt spannend. Aber ja, passend zum Thema Autismus.

    Darf ich fragen wie du zu deiner Therapeutin stehst? Zum Thema Vertrauen.
    Erzählst du ihr alles was in dir vorgeht?
    Lässt sich da ein Stück weit sagen das du ihr vertraust? Du gehst ja regelmäßig hin.
    Antworte bitte nur wenn du magst.

  • Dankeschön Meditie

    Ich glaub das ist es. Juhu. Genau. Die Situation ist nicht fest. Das ist es, für mein Empfinden. Es ist auch nicht böse an andere gemeint. Ich halte sowas nur nicht für gesund, bzw gar nicht für möglich. Weil das nicht funktionieren kann, es sei denn, jemand kann wirklich so gut vorrausschauen. Oder hellsehen besser. Identische Situationen sind nicht möglich.

    Deswegen halte ich persönlich Vertrauen für, nun ja, für besser nicht da. Also, besser weg damit. Ist nicht gut. Nur meine Ansicht, wie ich es empfinde.

    Ich finde aber alle anderen Ansichten auch gut :/ ... Findet das vielleicht noch jemand anders so wie ich ? Vielleicht von den ganz Neuen ? Wir schreiben hier im Probeforum.

    Meditie => zum Thema Vertrauen => Therapeutin, wie alle anderen auch. Ich weiss, sie kann was. Sie übersetzt ja Autismus. Sie ist ein verdammt gutes Werkzeug.

    Ich halte Menschen genauso wie Tiere auch für unberechenbar. Das ist kein negatives Wort für mich. So ist das für mich. Und ich finde das nicht schlimm. Ich will Menschen ja gar nicht berechnen.

    Ich hoffe ich verwirre nicht.

    Hopps Hopps Hopps

  • Bin nicht sicher KlarissaKunst ob ich dich richtig verstehe, wenn du von unlogisch sprichst. Auch davon, Vertrauen sei deiner Ansicht nach, für dich „besser nicht da“.

    Möchte aber versuchen dich zu verstehen, ohne dir deine Ansicht hierzu absprechen zu wollen oder mich in irgendeiner Form von deiner Denkweise angegriffen zu fühlen.

    Meinst du, dass es unlogisch ist zu Vertrauen, weil es ja auch sein könnte, dass ein, in zukünftige (eigene) Handlungen gesetztes Vertrauen jederzeit auch gebrochen werden könnte?
    Und es deshalb keinen Sinn für dich ergibt, in so etwas wie Vertrauen irgendetwas an Gedanken, Gefühle oder Ähnliches zu investieren?

    Weil man nie sicher wissen kann, ob bzw. wie „gut“ noch nicht dagewesene bzw. erst in Zukunft stattfindende Situationen ausgehen werden? Wegen der Unberechenbarkeit von einem selbst, von anderen Lebewesen und vielleicht sogar auch allg. nicht abschätzbare Zukunftsentwicklungen?

    Hoffe, ich habe das so einigermaßen verständlich geschrieben.

  • Ach so, nein nein, Oxymoron , so mein ich das nicht. Nicht ganz so. Vom Prinzip her ja. Nur => ich meins nicht böse, also von keiner Seite aus. Auch nicht aufgrund böser Absicht, oder überhaupt. Ich glaub, es funktioniert nicht. Vertrauen kann nicht funktionieren, weil man unmöglich Dinge versprechen kann, von denen man einfach nicht weiss, ob es funktionieren wird. Weil man nicht in die Zukunft sehen kann.

    Also, ich vermute mal, das sich Vertrauen darin begründet. In Absprachen. Vielleicht auch nicht.

    Es gibt ja verschiedene Arten von Vertrauen anscheinend.

    So ganz sicher bin ich mir bei meiner Empfindung aber selber noch gar nicht. Habs ja heute hier in diesem Thread Dank Meditie erst herausgefunden.

    Muss noch nachdenken.

    Hopps Hopps Hopps

  • Oxymoron , ich bin keine Autistin, privat bin ich öfter mit erwachsenen spät diagnostizierten Autisten unterwegs.
    Wenn ich das beim Autismus richtig verstanden habe, gehört zu einem Begriff wie zum Beispiel Vertrauen, eine feste klare Erklärung.
    Weil es die nicht gibt, tun sich Autisten mit einigen Sachen schwerer. Auswendig lernen geht ja nicht, weil es nichts „gleiches“ ist.
    Vielleicht ist es auch unter Autisten sehr unterschiedlich. Der eine versteht mehr oder hat einen anderen Blickwinkel.

    Ist das irgendwie zu verstehen was ich meine?

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!