Warum steigt die Zahl der Autisten? I Quarks Studio Q

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  • Monk ist kein Autist.

    Sheldon auch nicht. Trotzdem werden die in den sozialen Medien dafür "verkauft".

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

  • Ihr dürft das nicht so genau nehmen. Heute will jeder Autist sein. Bloß nicht irgendwas von dem anderen Mist! 8o

    Ich finde den Bericht trotzdem ganz gut. Eine 3+ würde ich dafür im Zeugnis geben. ;)

  • Ich habe den Beitrag auch mit Interesse angeschaut.
    Personen wie Monk oder Sheldon (vermutlich bei jungen Leuten populäre Filmcharaktere) kenne ich leider nicht. :|
    Ja, das mit dem "Anstieg der Fallzahlen" bei Autismus ist wirklich auffällig und auch ein stückweit rätselhaft.

  • Ich stelle es mir so vor, dass die Diagnose-Verfahren deutlich feiner und besser geworden sind. Und dass die Anzahl derer, die die Diagnosen durchführen können, stetig steigt.

    Autismus-Erforschung ist auch in der jüngeren Vergangenheit mehr vorangetrieben worden. Das Interesse ist größer geworden. Was es genau ist, wie es sich darstellt, welche Konsequenzen es für die Betroffenen hat.

    Und dann denke ich noch, dass der Wunsch nach einer Diagnose bei den Autisten gestiegen ist.
    Früher hatte man vielleicht nicht allzu viel davon, diagnostiziert zu werden. Heutzutage hat das vielleicht mehr positive Auswirkungen, eine Diagnose zu bekommen.

    Das sind zwei Aspekte, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie eine Rolle spielen. Und bestimmt noch viele andere Sachen.

  • Was auch ein Problem ist ist dass es auch Ärzte gibt, die auf den "Zug aufspringen" und jedem Hinz und Kunz eine Positivdiagnose geben. Wenn jemand unbedingt eine Diagnose möchte bekommt er die auch, er muss nur zum "richtigen" Arzt gehen.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

  • Ich habe das oben verlinkte Video nicht angeschaut (bitte nicht böse sein, aber mich überfordern solche Videos oftmals). Was mir persönlich zu der Frage des Threadtitels jedoch schon seit Jahren durch den Kopf geht: die Welt ist so viel lauter und hektischer geworden in sehr kurzer Zeit, also verglichen mit meiner Kindheit, Jugend und den anfänglichen Jahren als erwachsener Mensch. Heutzutage gibt es Smartphone-Gedudel überall dort, wo Menschen sind, lautstarke Telefonate in der Öffentlichkeit, Beschallung in Supermärkten, Laubbläser usw. Diese vielen Kleinigkeiten im Alltag, die mich extrem stressen, gab es in diesem Ausmaß damals einfach nicht. Wäre die Welt um mich herum nicht so laut geworden, wäre ich vielleicht gar nicht so schnell an meine Grenzen gestoßen, wäre einfach nur ein „schräger Vogel“ geblieben und sonst nichts und wäre niemals auf den Gedanken gekommen, autistisch zu sein. Aber weil die Welt heutzutage so viel von jedem abverlangt und weil die auf einen einströmenden Reize so sehr zugenommen haben, fällt einem ja überhaupt erst auf, dass man Probleme hat, die andere (neurotypische) Menschen nicht in diesem Ausmaß haben. Und da bleibt einem ja leider nichts anderes übrig, als den Grund für das Anderssein zu suchen. Meines Erachtens ist nicht die Autismus-Diagnose modern geworden, sondern die moderne Gesellschaft ist so anstrengend und fordernd geworden, dass Anderssein mehr auffällt.

  • Ich weiss nicht ob man autistisch werden kann. Ich glaub ja, das gibt es auch.

    Ich bin autistisch geboren.

    Aber ich habe meine Kindheit quasi im Wald verlebt, erlebt. Ich weiss noch, wie unsere ganze Familie Angst vorm Telefon hatte. Vorm orangenen Festnetztelefon, das angeschafft werden sollte und dann da stand.

  • Wenn jemand unbedingt eine Diagnose möchte bekommt er die auch, er muss nur zum "richtigen" Arzt gehen.

    Diese Aussage habe ich schon desöfteren in diversen Foren gelesen. Aber wenn ich an meine Diagnostik und den daraus resultierenden Befundbericht denke, wüsste ich nicht, wie da ein Arzt schummeln soll. Ich bin aber natürlich nur Laie und verfüge zudem auch nicht über die Skrupellosigkeit, die man vermutlich für eine bewusst falsche Diagnose benötigt. Und der Arzt erhält doch sowieso sein Geld für die Diagnostik, egal ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt, oder bin ich gerade so naiv und weiß nur nicht, dass die Bezahlung von der Diagnose abhängig ist? Denn nur in dem Fall hätte man als Arzt etwas davon, falsch-positive Diagnosen zu vergeben.

  • Aber warum sollte denn ein Arzt eine falsche Diagnose stellen. Das glaube ich nicht.

    Und warum sollte man selber eine falsche Diagnose wollen. Das glaube ich auch nicht.

    Man möchte doch die richtige Hilfe.

    Ich glaube, wenn mehr Diagnosen, dann liegt das an einer guten Aufklärung.

    Das ist doch schön. Ich finde das gut.

    Hoppsi

  • Diese Aussage habe ich schon desöfteren in diversen Foren gelesen. Aber wenn ich an meine Diagnostik und den daraus resultierenden Befundbericht denke, wüsste ich nicht, wie da ein Arzt schummeln soll. Ich bin aber natürlich nur Laie und verfüge zudem auch nicht über die Skrupellosigkeit, die man vermutlich für eine bewusst falsche Diagnose benötigt. Und der Arzt erhält doch sowieso sein Geld für die Diagnostik, egal ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt, oder bin ich gerade so naiv und weiß nur nicht, dass die Bezahlung von der Diagnose abhängig ist? Denn nur in dem Fall hätte man als Arzt etwas davon, falsch-positive Diagnosen zu vergeben.

    Die Bezahlung hängt nicht am Ergebnis. Es ist aber ein großer Unterschied ob ich die Diagnostik in mehreren Sitzungen in 3-4 Stunden durchführe oder ob ich die in 10-15 Minuten "raushaue".
    Es gibt leider einschlägig bekannte Ärzte die genau das tun. Die falsch positiven Diagnosen sind da vermutlich keine Absicht sondern schlicht Schlamperei.


    Ich glaube, wenn mehr Diagnosen, dann liegt das an einer guten Aufklärung.

    Die Macher dieser Webseite sehen das so: https://www.autismus-lotse.de/de/autismus-le…hl_an_diagnosen

    Das kann ich so akzeptieren 🙂

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Ginome (3. November 2024 um 21:33) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Ginome mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • oder ob ich die in 10-15 Minuten "raushaue".

    Mir war nicht klar, dass sowas vorkommt. Dann sollte aber auch dem Patienten klar sein, dass eine solche Diagnose für ihn keinerlei Aussagekraft hat, man also genauso schlau ist wie vorher und man diesen Arzt womöglich sogar der Ärztekammer melden sollte.

  • Mir war nicht klar, dass sowas vorkommt. Dann sollte aber auch dem Patienten klar sein, dass eine solche Diagnose für ihn keinerlei Aussagekraft hat, man also genauso schlau ist wie vorher und man diesen Arzt womöglich sogar der Ärztekammer melden sollte.

    Das Gegenteil ist der Fall. 🙂

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

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