Netflix Serie Atypical

  • Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich hier poste. Ich selbst bin nämlich keine neurodivergente Person, deshalb weist mich sehr gerne darauf hin falls ich Begriffe oder Formulierungen nicht passend gewählt habe! 🙂

    Aktuell befasse ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit der Netflix-Serie "Atypical".

    Darin beschäftige ich mich mit der Frage, wie sich fiktionale Darstellungen von Autismus – speziell in der Netflix-Serie Atypical – auf die Selbstwahrnehmung von autistischen Menschen auswirken können.

    Ich selbst hab mir Atypical einige male angekuckt und sie zählt eindeutig zu meinen Comfort-Serien.

    Natürlich ist mir trotzdem aufgefallen, dass Sam wiedereinmal das Stereotyp von Autismus erfüllt und somit auch reproduziert. Auch ich hatte dadurch für lange Zeit eine genaue Vorstellung wie denn Autismus aussieht und wusste nicht wie divers das Spektrum sein kann.

    Gibt es hier jemanden der die Serie gesehen und mir die Eindrücke genau schildern möchte?

    Mich interessiert besonders:

    • Wie habt ihr die Darstellung von Sam in Atypical wahrgenommen?
    • Gab es Momente, in denen ihr euch positiv oder negativ verglichen habt?
    • Hat die Serie euch in eurer Selbstwahrnehmung beeinflusst – im Guten oder im Schlechten?
    • Habt ihr den Eindruck, dass euer Umfeld oder die Gesellschaft durch Serien wie Atypical ein bestimmtes Bild von Autismus übernimmt?
    • Falls ja: Spürt ihr, dass diese medial geprägten Vorstellungen euer eigenes Erleben oder den Umgang anderer mit euch beeinflussen?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen oder Eindrücke mit mir teilen möchtet.

    Ich verwende keine Namen oder persönlichen Daten, sondern möchte auf Basis eurer Aussagen analysieren, welche Wirkung solche medialen Bilder haben können – positiv wie kritisch.

    Vielen vielen Dank fürs Lesen und vielleicht auch fürs Teilen eurer Sichtweisen!

    Liebe Grüße

    Vanessa

  • Tjal 13. Juni 2025 um 17:27

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo.

    Ich würde gerne wissen, welche qualitativen Auswertungskriterien du für deine Auswertungen verwenden möchtest?

    Bzw. was genau ist deine Forschungsfrage?

    Ohne die Serie gesehen zu haben (steht noch auf meiner Liste) suggeriert der Titel der Serie bereits, dass die Serie sich sehr auf "Atypisch" also Normabweichend bzw. auch auf den Begriff des (Atypischen Autismus? )stützt? Da steht für mich schon eine "Haltung" bzw. ein Urteil hinter.

    Ich würde als diagnostizierte Autistin nicht sagen, dass eine solche Serie "meinen" Autismus wiedergibt. Denn durch das große Spektrum kann Autismus eben nicht in der Komplexität dargestellt werden. Es ist also wiederum eine Reduktion auf die besonders auffällig bewerten Autismus-Symptome. Zudem benötigen viele Normtypen die "übertriebene" Darstellung, um die Abweichungen beim Autismus nachempfinden zu können... wie oft habe ich zum Beispiel schon gehört, dass ein gutes Gehör nichts nachteiliges sein könnte? Hier im Forum gibt es viel mehr Beispiele, wie unsere Gesellschaft die Probleme von "zu viel" nicht nicht erkennen kann.

    Da ich selbst auch Soziale Arbeit studiert habe, finde ich deinen Ansatz für die Bachelor-Thesis sehr spannend und bin neugierig auf mehr Informationen.

  • Ich fand die Darstellung von Sam recht gut. Ein bißchen habe ich mich schon verglichen, aber mein Selbstbild hat sich dadurch nicht verändert. Ich finde es gut, wenn das Autismusspektrum auch medial durch verschiedene Charaktere abgebildet wird. Sam habe ich als eine relativ realistische und positiv dargestellte Figur wahrgenommen, der sich innerhalb der Serie zudem enorm entwickelt.

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