Beiträge von HCS

    Verhandlungskunst ist, den anderen so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet

    Ich kenne nur noch 51/4"-Floppies, obwohl mein erster PC noch ein 286er war (der 386er hätte 20.000.- DM gekostet, das war dann doch zuviel). Damals hatte das Institut sogar schon einen "tragbaren" PC von Compaq - wog an die 15kg und hatte einen Bildschirm, der nicht entscheidend größer war als heutzutage bei einem ordentlichen Handy

    Ich habe übrigens an der Arbeit noch mit Lochstreifen gearbeitet

    Ach ja - Lochstreifen gab es ja auch mal... Kenne ich nur vom Funkfernschreiber bei der Bundeswehr, 1976/77. Die Univac an der Uni musste bis etwa 1981 mit Lochkarten gefüttert werden, danach gab es im Institut schon ein Terminal. Und ab Ende 1987 habe ich dann nur noch am PC gearbeitet - anfangs hatte der 20 MB Festplatte(!).

    War mir gar nicht klar, dass der damalige Ostblock so weit zurück war, dass bis zum Schluß Lochkarten Standard waren - bei uns war der Lochkartenleser mW da schon seit einer Weile abgebaut gewesen. Man musste zwar auch bei Terminalbetrieb eine halbe bis zwei Stunden warten, bis der Ausdruck kam (und man dann in zwei Minuten die Korrekturen drin hatte, um den nächsten Lauf zu starten), wofür man jedesmal 15 Minuten zum Rechenzentrum laufen musste, aber immerhin ging die Eingabe schon am Bildschirm.

    Blut habe ich ein einziges Mal in meiner Jugend gespendet. Organspende sehe ich ähnlich wie KlarissaKunst - das müssen meine Hinterbliebenen entscheiden, wie überhaupt alles, was "danach" passiert. Mir persönlich ist egal, ob ich für Organspenden (wofür ich mittlerweile sowieso zu alt bin) oder auch zum Üben von den Studenten ausgeweidet werde, ich kriege es sowieso nicht mehr mit. Und wenn es Hinterbliebene gibt, werden die sowieso nochmal gefragt, auch wenn ein Ausweis da ist.

    Dann sind sie bald bei uns - hier war gestern Abend der erste kleinere Trupp unterwegs. Wenn richtig Betrieb ist, höre ich sie fast den ganzen Tag - wir sind hier (Nähe Bonn) direkt unter der westlichen Hauptzugroute, und ein Dorf weiter machen sie regelmäßig einen Zwischenstop.

    Die Stammbäume können bezüglich des Verwandtschaftsverhältnisses irreführend sein - u.U. ist eine Gruppe von Arten zwar in viele Untergruppen aufgespaltet, die aber genetisch nicht weit voneinander entfernt sind. Da wird die Genetik in den nächsten Jahren noch ein paar Überraschungen bieten, z.B. galt das Nilpferd lange als mit den Schweinen verwandt, inzwischen weiß man, dass es der letzte an Land lebende Verwandte der Wale ist. Auch das Verhältnis zwischen den Menschenartigen ist noch offen - anfangs hieß es, genetisch sei der Bonobo näher am Menschen als am Gorilla, inzwischen scheint das nicht mehr so klar zu sein, zumal die ungewöhnliche Gangart die Menschenaffen verbindet, aber vom Menschen trennt

    Unser Kleiner (stammt aus einem Katzenmessihaushalt, war als Welpe deshalb wohl unterernährt und wiegt auch mit vier Jahren keine drei Kilo) frisst auch buchstäblich alles - Lasagne (Garfield lässt grüßen - er hat tatsächlich die Nudeln mitgefressen), Käse sowieso, aber das absolute Kuriosum war die Merrettichsoße zum Tafelspitz. Da ist halt Fleischbrühe und Sahne drin, deshalb mussten die Teller geputzt werden, und sei es mit tränenden Augen wegen des Meerrettichs. Komischerweise hat er trotzdem keinen Hang zum Übergewicht, man muss nur immer aufpassen, dass er nicht zuviel "Menschenfutter" frisst, weil weil das Salz irgendwann seine Nieren ruinieren würde. Aber bei ihm ist klar, dass das wegen der Mangelsituation in der Jugend so ist, es wird auch allmählich etwas besser.

    Spitzmäuse sind halt nur was für die Feinschmecker unter den Katzen.

    Das muss dann aber ein handverlesener Kreis sein - ich kenne keine. Einer unserer Kater hatte mal Ehrgeiz als Ausbilder - er hat alle Spitzmäuse lebend angeschleppt, unter meinem Schreibtisch laufen gelassen und mich dann angemaunzt. Sollte offenbar heißen "Los jetzt, fang die Maus, zeig, dass Du es lernen kannst", mit dem Hintergedanken "wenn er wieder zu blöd ist - macht nichts, die Viecher schmecken eh nicht". Irgendwann hat er aufgegeben. Gefressen hat er ansonsten alles: sein Kumpel, der mit ihm zu uns gekommen war, hat einmal in gut einer Stunde drei Feldmäuse angebracht und in seiner Gegenwart deponiert, die waren ratz-fatz weg, obwohl die meisten Katzen nur eigene Beute fressen. Und ebendieser Kumpel hat zwar bei Nachbarn den Goldfischteich gelehrt - er kam wohl jeden Abend pünktlich um 6 Uhr, fing und verspeiste einen Goldfisch und ging wieder - aber Spitzmäuse waren nicht sein Ding.


    Aber es soll ja auch Menschen geben, die Blauschimmelkäse mögen (ich gehöre dazu, bin mir meines diesbezüglichen Minderheitenstatus aber durchaus bewusst).

    Ich habe mir inzwischen den Artikel durchgelesen, in dem die Widerworte zusammengestellt sind - mE typisches Identitätsgeschwafel, wo dann z.T. von sich selbst auf den Rest der Autisten geschlossen wird etc. Warum kapieren so viele Leute nicht, dass "die Gesellschaft" zwar manches besser machen könnte, aber insgesamt sicher nicht an den Einschränkungen durch AS schuld ist? Dem Rollstuhlfahrer helfen all die schönen Rampen und Aufzüge zwar durchaus, aber laufen kann er trotzdem nicht, es wird nur etwas leichter - und wenn jemand nach Wegen sucht, es Aspies leichter zu machen, soll das schlecht sein? Weil irgendwelche selbsternannten "Aktivisten" sich nicht ausreichend beteiligt fühlen?

    Spinnen sind ökologisch sehr empfindlich, da reichen kleine Veränderungen, um sie zu vetreiben/anzulocken. Könnte deshalb gut sein, dass es jetzt tatsächlich andere, kleinere Arten und dadurch mehr Individuen sind. Da reicht u.U. schon, dass vor dem Fenster eine neue Pflanze hochgekommen ist, in der andere Insekten leben als bisher. Sowas in der Art: "an der Fleischtheke im Supermarkt stehen ja auch keine Veganer".

    Ich habe eher den Eindruck, dass es sich normalisiert (also das frühere Normal, bevor der Klimawandel richtig losging). Wir haben dieses Jahr wieder ein paar Kreuzspinnen mit iheren tollen Netzen, aber sonst finde ich nicht, dass es mehr geworden sind

    Wunderbar warm bei strahlend blauem Himmel, Dahlien, Sonnenblumen und Sonnenhut sorgen für leuchtende Gelb- und Rottöne, die die sinkende Sonne noch verstärkt hat. Vor einer Stunde waren im Efeu noch gleichzeitig drei Pfauenaugen und ein Admiral unterwegs, auch eine Hornisse hat vorbeigeschaut (die Honigbienen sowieso). Ein perfekter Herbsttag, mit der Mischung aus Schönheit und Melancholie. Morgen nochmal das Gleiche - und dann war es das wohl laut Wettervorhersage.

    Ich könnte k.... Allmählich wird für mich schon das Wort "Aktivist" zum roten Tuch. Ein paar selbsternannte Betroffenenvertreter fordern, dass bei "schwarzen Menschen" das "schwarz" groß geschrieben werden muss - die Presse knickt auf breiter Front ein (warum eigentlich nur "schwarz" und nicht z.B. auch "jüdisch" - das hält man noch nicht einmal für der Erklärung würdig). Ein paar selbsternannte Betroffene(nvertreter) fordern, Forschung zu Autismus einzustellen - die Wissenschaft knickt ein, selbst der vielleicht bekannteste ihrer Vertreter auf diesem Gebiet (bzw. vermutlich eher seine Uni). Dass schon alleine die Fähigkeit, eine solche Bewegung loszutreten, stark dafür spricht, dass es sich um genau diejenigen handelt, denen die Forschungsergebnisse ggf. sowieso keine Vorteile bringen - sei es, weil sie kaum beeinträchtigt sind, sei es, weil sie überhaupt keine Diagnose haben - spielt keine Rolle. Hauptsache, man hat dem Druck von "Aktivisten" nachgegeben, auch wenn das gegen die Interessen derjenigen geht, die echte Hilfe bräuchten - die können ja keinen Protest organisieren. Man sieht mal wieder, wo diese idiotische "Identitätspolitik" hinführt, im Zweifel wird sie zu Lasten derjenigen betrieben, denen sie angeblich nützen soll.

    v.a. die Astern ziehen sie magisch an, daneben noch der Sommerflieder, der tatsächlich noch ein paar späte Blütenstände hat. Ansonsten blühen die Dahlien dieses Jahr prächtig (Admiral auf weißer Balldahlie kommt gut). Die einjährigen Sonnenhüte, die dieses Jahr riesig groß sind, sind offenbar weniger attraktiv. Wir haben den Vorteil, dass gleich nebenan der Park des örtlichen kleinen Schlosses mit altem Baumbestand liegt, deshalb haben wir auch ökologisch eine ziemliche Vielfalt bei den Insekten.


    Das Beste dieses Jahr ist, dass die Astern sehr hoch geworden sind, so habe ich die Schmetterlinge praktisch auf Augenhöhe

    Und heute nachmittag kam auch noch ein Kleiner Perlmuttfalter vorbei - die 24. Schmetterlingsart, die ich in den letzten 4 Jahren hier beobachtet habe. Außerdem bis zu 6 Tagpfauenaugen gleichzeitig, da war richtig was los.

    Gestern und vorgestern war noch einmal reger Flugbetrieb in den Astern - 5 Schmetterlingsarten, diverse Hummeln und Bienen, darunter die Blaue Holzbiene, die es erst seit etwa 2003 in Deutschland gibt, die ist wegen der milderen Winter aus dem Mittelmeergebiet zu uns gewandert. Sieht aus wie eine sehr große schwarze Hummel, groß wie eine Hornisse. Heute ist es wahrsceinlich den ganzen Tag zu kühl, da sieht man nicht viel davon.