Beiträge von Will

    tinker

    momentan fotografiere ich mit meinem Telefon. Hier stelle ich dann de S/W Modus ein. Im nachgang korrigiere ich noch Helligkeit und Kontrast. Dies ebenfalls auf dem Telefon.

    Ich besitze aktuell keine Digicam, nur analoge. Ohhh ich bin schon sooo alt :rolling_on_the_floor_laughing:


    Meditie

    Klasse Bild.

    Tiere zu fotografieren ist komplizierter als Menschen oder Natur.

    Sie haben die Tendenz sich zu bewegen :face_with_tears_of_joy:


    Enkidu  Meditie

    Das klingt doch prima.

    Ich stoße dann dazu!

    Kayt
    Fragebögen habe ich am Anfang ausgefüllt. Ca. 6h Gespräch, über mehrere Termine. Zeugnisse, Fremdbeurteilung, Diff-Diagnostik, habe ich mit dem Psychiater der Klinik gemacht. (Ambulant alle 2 Wochen)

    Er hat nun die Verdachtsdiagnose in eine gesicherte Diagnose umgewandelt. Ich glaube es heißt: Klinisch bestätigt.

    Ich verstehe aber nicht was das nun für mich bedeutet.

    Vielleicht gibt es ja „Therapeutisches Reiten“ oder „Therapeutischer Umgang mit Pferden“ Könnte ich mir vorstellen das dies angeboten wird. Die Finanzierung ist dann eine andere Sache :|

    tinker

    Danke Dir,

    ich habe erneut ein Psychotherapie begonnen und auch ich empfinde es als vorteilhaft, eine Frau als Therapeut zu haben. Ich kann mit Ihr recht gut und Sie unterstützt mich auch bei aktuellen Themen, wie beim Verschlechterung- Antrag zum GdB, mit einer Einschätzung zu meinen Einschränkungen im Alltag. Ich habe bereits vor einem Jahr die Suche nach einem Therapieplatz begonnen, im rahmen meiner „Selbstfürsorge“, welche bis da hin zu kurz kam.

    Über den PSDI der Caritas habe ich Hilfe, bezüglich Infos erhalten. Mit dem allgemeinen sozialen Dienst der Caritas, stehe ich auch in Kontakt. Hier auch mit der Schuldnerberatung.

    Meinen körperlichen Beschwerden, lasse ich auch Aufmerksamkeit zukommen. Dies habe ich bisher nicht getan. Physio und Ergotherapie.

    Ich habe Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufgenommen, bezüglich Trennung und allgemeiner Vertretung. Aktuell über einen Beratungsschein vom Gericht.


    Unterm Strich habe ich „gut für mich gesorgt“ aber es ist ein Kampf, da unser Gesundheitssystem anscheinend für „gesunde“ gemacht ist. Ich fühle mich oft abgelehnt.

    An einer Unterstützung im Alltag bin ich auch interessiert. Ich hatte Kontakt zu einer Beraterin der Caritas. Sie hat mir sehr weitergeholfen, bezüglich meiner aktuellen Situation.
    So wie ich es verstanden habe gibt es Unterstützung, wo die Krankenkasse als Kostenträger einspringt. Hier ist es wohl auf 120h und 3 Jahre begrenzt. Alternativ gibt es Hilfe mit dem Kostenträger zb Caritas. Ich weiß momentan nicht wie das zuständige Amt genannt wird.

    Mein Problem ist, dass ich Probleme habe mir Hilfe zu suchen, oder anzunehmen. Ich bin hin und hergerissen zwischen, es steht mir nicht zu, ich bin nicht eingeschränkt genug und: ich brauche dringend Hilfe, ich bekomme das alleine nicht hin.

    So wie ich mich und meine Vergangenheit aktuell erlebe, neige ich dazu die Dinge nach „außen“ besser darzustellen als sie wirklich sind.

    Vielleicht habe ich Angst davor, meine „Maske fallen zu lassen“. Vielleicht hat sie mich all die Jahre „getragen“ weil es anders nicht ging. -Der starke sein-perfekt zu sein-leistungsfähig zu sein-…

    Auf der einen Seite fühlt es sich gut an „loslassen zu können“ und mich auf mein eigentliches „Selbst“ zuzubewegen.

    Auf der anderen Seite habe ich große Angst…


    Mich würde noch eure Einschätzung zum Thema Diagnosestellung, wo finde ich geeignete Stellen, interessieren.

    Mein Psychiater sprach beim letzten Mal von einer Wartezeit von 1-2 Jahren. ( bei einem meiner ersten Gespräche mit ihm hieß es 6 Monate).
    Ich habe ihn dann gefragt ob es es eine finanzielle Frage (Ich bin GKV) ist und ob es einfacher wäre wenn ich die Diagnostik selber zahle. Er wollte bis zum nächsten Mal nachfragen. Auf meine Frage ob ich denn auf der Warteliste stehe, meinte er, dass er sich hier auch erkundigen müsse.

    (Bitte versteht mich nicht falsch, finanziell ist es sehr schwierig für mich momentan und ich könnte das Geld hierfür nicht ohne weiteres aufbringen)

    Er sagte auch das man sich bei anderen Stellen anmelden kann. ( davon sprach er bis zu diesem Zeitpunkt nicht) Da die Situation wohl überall sehr angespannt ist bezüglich Terminen, bin ich auf, ich nenne sie jetzt mal: externe Diagnostik Stellen gestoßen. ( Weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll)

    Jedenfalls ist man hier Selbstzahler. Die Wartezeiten sind kürzer.

    Mir stellt sich die Frage: Ist dies seriös? Hat diese Diagnostik den gleichen Stellenwert wie die einer Klinik?


    Danke im Voraus.


    Momentan stehe ich stark unter Druck. Meine Gesamtsituation belastet mich sehr.
    Falls ich Dinge öfter erwähne, oder ähnliches schon mal hier geschrieben oder gefragt habe, bitte ich dies zu entschuldigen…

    Hallo danger

    danke für Deine Sichtweise,

    so etwas hilft mir sehr und ich kann es nachempfinden was Du schreibst.

    Die Probleme bleiben, das sehe ich auch so. Ich erlebe es eher als Entlastung. ( bis her ja Verdacht). Ich habe seit dem mein Leben versucht anzupassen. Mir ist bewusst geworden wie ich in der Vergangenheit auf andere ( besonders in für mich belastenden Situationen, Arzt, Behörden, Arbeit, gewirkt habe. Ich versuche es zu beschreiben.

    Ich denke das Hi Masking immer ein großes Thema war. (Und auch noch ist) Seit mir bewusst ist das ich wohl Probleme mit Kommunikation habe, sei es aufgrund meiner ADHS, PTBS oder eben einer eventuellen ASS, habe ich verschiedene Dinge ausprobiert.

    Ich habe zb bei einem neuen Arzt gesagt:

    Ich habe mentale Einschränkungen, mir fällt das hier gerade schwer.

    Und diese kleine Anmerkung zu Beginn eines Gesprächs, hat viel verändert. Vielleicht weil meiner Erscheinung nicht zu meiner Art der Kommunikation passte.


    Dies erlebe ich als sehr großen Schritt für mich.


    Danke nochmals für Deine Sicht der Dinge.

    Ich habe mich gestern mit jemandem unterhalten. Auf die Frage, wie ein typischer Autist aussieht, kam: "Kopfhörer, Sonnenbrille und Kapuze auf"

    (Ich in der Bergbahn: Sonnenhut auf, ANC in den Ohren und die Sonnenbrille auf dem Schoß)

    Ich interessiere mich für Handarbeiten, aber die Intensität meines Spezialinteresses schwankt. An Tagen wie gestern war ich am Nachmittag nur noch auf der Couch: Akku leer.

    Sonnenbrille? Kenne ich. Ich brauche sie gegen zu viel Helligkeit und zum „abschirmen“ nach außen.

    Kopfhörer? Habe ich mir vor 3 Monaten zugelegt. NC finde ich sehr gut. Zeitweise auch ohne Musik, wenn ich Ruhe brauche.

    Akku leer und Couch? Kenne ich ebenfalls. Mir hat mal jemand gesagt : meine „soziale Batterie“ ist leer. Das trifft es sehr gut, finde ich.

    Danke Dir,


    ich verstehe sehr gut was Du meinst.

    Es sind wohl die Bilder, welche in den Köpfen der meisten Menschen aufgehen…

    Das ein Autist niemandem in die Augen schaut, nicht redet und sich wie oben erwähnt, für Zugfahrpläne interessiert. (Was ich aber verstehen kann, ich mag Technik, sprich Züge. Beschäftige mich aber nicht damit. Muster (Pläne) sprechen mich auch an)

    Ich denke das die Gesellschaft, Angst oder keine Zeit für „Divergenz“ im allgemeinen hat.
    Was ich nicht verstehen kann, denn „Neues“ oder „anders“ ist doch total spannend.

    Ich finde Pferde faszinierend. Leider hatte ich nie Kontakt zu ihnen. Ich habe schon sehr oft darüber nachgedacht, wie es wäre therapeutisch mit so großen Tieren umzugehen.

    Hallo Will,

    zwecks Brainstorming skizziere ich mal kurz wie es bei mir war. Der Weg zur formalen Diagnose vor ein paar Jahren war holprig, aber im Ergebnis gut. Ich habe mit der Diagnose einen GdB beantragt und erhalten. Da ich 'high masking' bin und auch sonst ein paar veraltete Kriterien nicht erfülle (nein, ich bin nicht von Zugfahrplänen besessen und anderer Nonsense) knalle ich gerne jedem, der sagt ich "sähe nicht aus wie ein Autist", die Diagnose auf den Tisch.

    Wenn man offizielle Unterstützung benötigt, ist der GdB von Vorteil, das nimmt überflüssigen Diskussionen im Vorfeld den Wind aus den Segeln. Allein dafür hat es sich gelohnt.


    Danke Dir,

    Brainstorming finde ich gut.

    Ich hatte bis jetzt einen GdB von 40. ich habe einen erneuten Antrag gestellt, welcher aber nicht anerkannt wurde. Leider war die Kommunikation zwischen dem VdK und mir nicht besonders „glücklich“.

    Es wurden nur Dokumente von meiner Hausärztin angefordert. Mittlerweile habe ich mit meinem neuen Psychiater gesprochen. Hier wird jetzt PtBS und der Verdacht auf ASS kommuniziert. Ob meine Psychotherapeutin auch eine Bewertung meiner Situation darlegen darf, weiß ich gar nicht.

    Wäre interessant zu wissen. Auch bezüglich Ergo/Physio.

    Ich habe noch die ein oder andere „Baustelle“ neben her laufen.



    Ich sehe es auch so das ein GdB wichtig ist…


    Das finde ich sehr schade, aber ich kann es verstehen - Menschen, auch nahestehende, können komisch reagieren, und das kann verletzen. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie durch das Wissen um die Verdachtsdiagnose Schwierigkeiten in eurer Beziehung in einem anderen Licht betrachten kann. Statt dir bösen Willen zu unterstellen beispielsweise, etwas mehr Nachsicht walten lässt.


    Das finde ich sehr schade, aber ich kann es verstehen - Menschen, auch nahestehende, können komisch reagieren, und das kann verletzen. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass sie durch das Wissen um die Verdachtsdiagnose Schwierigkeiten in eurer Beziehung in einem anderen Licht betrachten kann. Statt dir bösen Willen zu unterstellen beispielsweise, etwas mehr Nachsicht walten lässt.




    Danke Dir,


    die problematische Situation besteht schon sehr lange. Ich habe sehr oft um Verständnis gebeten, vor dem Verdacht. Ich habe mehrfach gesagt das eine Paartherapie sinnvoll wäre (in den letzten 10 Jahren).

    Aktuell versuche ich Unterstützung für meine Kinder zu installieren. Meine mittlere hat auf meinem Wunsch hin vor ein paar Jahren eine Gesprächtherapie beginnen dürfen. Diese wurde allerdings von meiner Frau abgebrochen. Meine Tochter ist sehr gerne hin gegangen.

    Ich sehe Parallelen zwischen mir und meinen Kindern.

    Meine große hätte das Bedürfnis Hilfe anzunehmen. Dies hat sie in Gesprächen mit mir kommuniziert.



    Es ist wirklich sehr kompliziert…


    Ich nehme das wörtlich und stelle dann die Rückfrage, wie denn ein Autist aussehen soll?

    Ich hab auch schon öfter gesagt bekommen, man hätte das ja mitkriegen müssen wenn ich Autist wäre.


    Danke für Deine Rückmeldung,


    ich verstehe grad nicht wie Du es meinst. Kannst Du bitte den Kontext herstellen?

    Danke Dir <3

    Danke Dir,


    was Du schreibst klingt sinnig.

    Und Dein Erleben nach Deiner Diagnose, klingt entlastend. Vielleicht: zu wissen wie es ist und dies dann auch in „Grenzen im Außen“ umzusetzen. Sich dies ohne schlechtes Gewissen ( habe ich oft ) zu „erlauben“, ja sich dies sogar „nehmen“.

    Weil es einem zusteht.

    Das klingt wirklich schön…

    Danke Dir


    Im Grunde bin ich da ganz bei Dir. Ich misstraue mir vielleicht auch ein wenig selber.

    Und ich sehe auch das ich mein Leben neu einrichten darf. Wie und Wo macht mir allerdings ein bisschen Angst.

    Hallo an alle,

    hier mein erstes Thema in diesem Forum.

    Ich denke viel über das Thema Diagnose nach.

    Nach der „Verdachts-Diagnose“ Ende letzten Jahres hat sich für mich etwas geändert. Mein Leben, meine mentalen Probleme schienen mir plötzlich erklärbar, nach der Achterbahnfahrt von klein auf an bis heute. Nach 48 Jahren mit zahlreichen Diagnose Ansätzen, viel Psychotherapie, Medikamenten und Orientierungslosigkeit, schien alles einen Sinn zu ergeben. Ich habe seit dem einiges verändert und es trägt Früchte.

    Ich habe das Bedürfnis nach so etwas wie „Klarheit“

    Ich würde mir wünschen das die Testung zeitnaher möglich wäre. Für mich weiß ich wer ich bin und wie ich funktioniere. Wahrscheinlich habe ich die letzten Jahre darauf hin gearbeitet, ohne Ziel. Das hat mir geholfen „zu mir zu finden“ Sehr langsam und ich arbeite immer noch daran, aber ich habe eine Ahnung wer ich bin.

    Wie die Diagnose zu meinen mentalen Problemen lautet ist zwar wichtig für mich, aber letztendlich ändert sie wohl nichts. (bin mir da nicht ganz sicher)

    Ende letzten Jahres hatte ich so etwas wie ein „Hoch“, ein Gefühl von Erleichterung. Von Entlastung. Dies hat sich zu einem „auf und ab“ gewandelt.

    Ich habe das Gefühl, das ich durch eine Diagnose anders auf meine Umwelt zu gehen könnte. Auch meine berufliche Neuorientierung ist hier ein Thema, sowie die Kommunikation mit meiner Familie.

    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in welcher man für alles ein „Zertifikat“, eine „Bestätigung“ braucht. Ich kann mich nicht „öffnen“ solange ich mir nicht sicher bin. Besonders wegen meiner Kinder. Ich möchte sie nicht verunsichern. Die Beziehung zu meiner Frau ist schwierig, hier hätte ich Probleme über einen „Verdacht“ zu sprechen.

    Und ja……es ist eine Testung. Dies kann auch bedeuten das eine Ass ausgeschlossen wird. Dessen bin ich mir bewusst. Wie ich dann damit umgehe, weiß ich nicht…


    Ich hoffe ich konnte die Diskrepanz, zwischen Diagnose für mich und Diagnose für die „Außenwelt“ einigermaßen darstellen. ( fällt mir schwer )


    Mich interessiert eure Meinung.


    Danke fürs lesen…