Beiträge von Ginome

    In wie weit benötigen Menschen, die den Müll von fremden Menschen beseitigen, Kompetenz?

    Man muss den Geruch ertragen können.

    Man muss die Kraft haben die schweren Tonnen zu bewegen.

    Man muss schnell genug sein und dem Auto hinterher rennen.

    In manchen Städten gibt es sogar einen Tonnen-Hol-Service. Das heißt die Leute müssen die noch nichtmal an die Straße stellen.


    Nein, für mich wäre das nichts.

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    hihi

    In einem anderen Forum habe ich diesen Podcast gefunden.


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    Dafür das es für Fachpersonal sein soll ist das sehr gut verständlich, finde ich.

    Korrigiert mich, wenn ich etwas überlesen habe, aber ich sehe bisher keinerlei Argumente für eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit von Kindern von Autisten, die würde ich als mehr oder weniger gleich einschätzen.

    Im Gegenteil sogar. Im Durchschnitt leben hochfunktionale Autisten 16 Jahre weniger als Nichtautisten. Und das liegt unter anderem an dem extrem höherem Risiko des Suizids. (Und natürlich auch an der meistens recht ungesunden Lebensweise und dem Dauerstress.)

    Aber auch nur bei Kindern ist die Sterblichkeit erhöht. Sehr viele begehen schon extrem früh Suizidversuche.

    Das habe ich noch nie verstanden, wie das funktionieren soll. Auch, das man ohne Diagnose kein Autist wäre.


    Vielleicht kein diagnostizierter, aber vor meiner AS Diagnose war ich doch genauso schon Autist?

    Sicher war derjenige auch vor der Positivdiagnose bereits Autist. Aber: Er wusste es nicht. Er konnte allenfalls einen Verdacht haben.


    Wenn ich so viel an mir gearbeitet habe, das ich gut klarkommen würde, dann bin ich kein Autist mehr?

    Wenn man keine Einschränkungen hat bekommt man auch keine positive Diagnose.

    Ich persönlich bezweifle aber, dass man den Autismus wegarbeiten kann. Man kommt besser klar weil man zb weiß was man vermeiden muss. Man kommt auch nicht überall gut klar. Leicht betroffene Autisten schaffen es eigentlich nie in allen Bereichen nicht mehr auffällig zu sein. Irgendwo hakt es immer. Also entweder im Beruf oder in Beziehungen, Familie etc


    Sehr viele Autisten scheitern doch schon am Vorstellungsgespräch oder am Arbeitsweg. Für mich z.B. ist die Benutzung vom ÖPNV unmöglich. Gleichzeitig kann ich aber auch nicht selber Autofahren, weil mich das völlig überfordert. Und selbst wenn ich dann irgendwie einen Arbeitsplatz bekommen würde, wäre ich mit dem ganzen sozialen Miteinander und dem Drumherum wieder überfordert.


    Ich könnte z.B. nicht mit irgendwelchen Vorgesetzten/Arbeitskollegen über meine Probleme reden oder die um Rat fragen, weil es mich überfordert und sie auch gar nicht meine vertrauten Ansprechpartner sind. Für mich wären gemeinsame Pausen keine Erholung, sondern einfach nur sehr anstrengend und ermüdend. Eher könnte ich auf Pausen ganz verzichten, als sie zusammen mit anderen verbringen zu müssen. Ich habe auch keine besonderen "Features", die ich arbeitsmäßig nutzen könnte. Und um mal zu deinem Beispiel mit der Kantine zu kommen: Ich würde gar nicht in einer Kantine essen, da ich sehr empfindlich bin, was das Thema Essen angeht. Ich benutze z.B. kaum Gewürze und esse viele Dinge gar nicht. Das heißt, ich müsste nach der Arbeit nicht nur noch irgendwie meinen Haushalt machen, sondern auch noch kochen. Dafür würde mir aber nach so einem anstrengenden Arbeitstag schlicht die Energie fehlen. Und so geht es sehr vielen Autisten und zwar ganz ohne geistige Behinderung.

    Genauso ging es mir früher auch. Nach der Arbeit ging einfach gar nichts mehr. Meine Wohnung sah aus wie ne Müllkippe.

    Auch jetzt kriege ich das nicht wirklich hin, weil schon der normale Alltag ohne Arbeit Stress ist und ich auch sehr in meiner kleinen Welt gefangen bin, aber ich habe ja Hilfe.

    Und nein, ich habe keine geistige Behinderung.

    Da gibts ja auch die Ansicht mit der Neurodiversität https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodiversit%C3%A4t


    Wo u.a. Autismus nicht für eine Krankheit/Behinderung gesehen wird, sondern als natürliche menschliche Variante.

    Von dieser Idee halte ich persönlich gar nichts.

    Mein Psychiater sagte mal "jeder hat irgendwo autistische Eigenschaften". Es kommt also immer darauf an wo der Krankheitswert anfängt. Leute, die keine Beeinträchtigungen haben, und alles "voll easy" sehen, sind einfach keine Autisten.


    Du scheinst mir bei der ganzen Sache einen Denkfehler zu haben. Du scheinst bei deiner Idee nämlich nur von den leicht betroffenen Autisten auszugehen. Aber du kannst dabei nicht einfach die mittelmäßig oder schwer betroffenen Autisten ignorieren. Die mittelmäßig und schwer betroffenen Autisten gehören genauso zum Autismus wie die leicht betroffenen Autisten.

    Richtig.


    Einige meiner Nerd-Kollegen, die ziemlich sicher keine Autisten sind, sind mir z.B. viel ähnlicher als sie so manchem Poser-Pavian-Kollegen sind. Aber beide gelten als NT, im Gegensatz zu mir.

    Du hast aber gar keine Positivdiagnose. Theoretisch könntest Du auch keine bekommen. Du kannst also gar nicht wissen ob Du Autist bist oder nicht. Nicht jeder Nerd ist auch ein Autist.


    Andererseits kenne ich Menschen, bei denen der Autismus so heftig ist, dass sie geistig schwerst behindert sind. Da hat die Neuridiversität dann schon ganz klar die Grenze zur Behinderung überschritten.

    Die ganz schwer betroffenen, bei denen die Grenze zur (schweren) geistigen Behinderung überschritten ist, nehme ich in meinen Theorien oben explizit aus. Bzw. sehe ich sie als Extrem im Trial and Error der Evolution.

    Und hier ist der nächste Fehler. Schwer betroffene Autisten sind nicht zwingend geistig behindert! Sie können es sein, und es sind auch viele, aber es muss nicht so sein.

    Nicht ohne Grund wird im ICD-11 genau dieser Punkt gesondert diagnostiziert werden!


    Dieses Thema "Autismus als nächste Stufe der Evolution" taucht ja immer wieder auf, ist aber schon wegen der geringeren Reproduktionsrate von Autisten m.E. leicht als Wunschdenken bzw. Schönreden der eigenen Einschränkungen erkennbar.

    Richtig.


    Der Umgang mit Autisten muss (und wird vermutlich) einfach selbstverständlicher werden. Wir sind viele und werden eventuell in Zukunft tendenziell mehr werden.

    Wird er mit Sicherheit. Einmal weil immer leichtere Fälle überhaupt eine Positivdiagnose bekommen, die früher keine bekommen hätten, und zum zweiten weil die Diagnose mittlerweile inflationär verteilt wird.


    Der Umgang würde zwangsweise selbstverständlicher. Die schwerer betroffenen Autisten hätten dadurch aber die "Arschkarte". Sie würde keiner mehr ernst nehmen. Also die Autisten zwischen "hochfunktional" und "niedrigfunktional". Die "ultrahochfunktionalen" würden dann die Sicht der Nichtautisten bestimmen. Nämlich genau dann zu "ist doch alles nicht schlimm", "stell Dich nicht so an", "die anderen können das doch auch", "gibt so viele die das problemlos können", "Du bist nur faul" usw usf.

    Die einzigen die dann noch wirklich ernstgenommen würden sind dann die geistig behinderten niedrigfunktionalen Autisten.

    Die Sicht auf Autismus würde also um 50 Jahre zurückgedreht.


    Für mich ist das keine gute Zukunftsaussicht...

    Also, ich ganz bestimmt nicht. Ich habe nicht umsonst einen unbefristeten SBA mit einem GdB von 60 und bin momentan dabei, EM-Rente zu beantragen. Und die Autisten, die ich kenne, sind auch nicht leistungsfähiger als der Rest der Menschheit. Denen geht es auch nicht soviel anders als mir.

    ich auch nicht


    Nach über acht Jahren in diversen Autismus-Foren würde ich eher sagen, es wäre die Hölle auf Erden. Jeder würde sein Ding durchziehen wollen, es gäbe ständig nur Missverständnisse und dadurch auch ständig Zankereien. Man würde sich ewig im Kreis drehen und käme letzten Endes keinen Meter vorwärts.

    Ohja.. und friedliche Projekte wie zb ein Wiki scheitern daran, dass die Leute zu sehr in ihrer kleinen Welt leben.


    Meiner Meinung nach sind wir einfach nur fehlerhafte Mutanten. Würden wir noch so leben wie in der Steinzeit, würden wir auch ganz schnell wieder aussterben, weil wir schlicht und ergreifend nicht überlebensfähig wären.

    Korrekt. Heutzutage wird jeder Behinderte irgendwie "durchgezogen". In der Steinzeit wären wir schlicht verhungert.

    Das kann ich natürlich NICHT unkommentiert stehen lassen...


    Nur weil wir die noch nicht gefunden haben, bedeutet das nicht Automatisch, dass es die nicht gibt!!
    Siehe "Fermi-Paradoxon" :D

    Okay okay XD

    Nach aktuellem Stand gibt es keine Vulkanier ;)

    Das heißt ja nicht, dass man gar nicht mehr nonverbal kommuniziert

    Genau das ist aber bei Autisten häufig der Fall, bzw extrem reduziert und / oder falsch.


    Um einen evolutionären Sprung zu machen muss die Art davon einen Vorteil haben. Der ist aber bei Autismus nicht gegeben, im Gegenteil. Auch dem Autist stehen Emotionen im Weg. Beispiel ist da zb bei Veränderungen.

    Autisten sind nicht emotionslos, im Gegenteil. Und Dein "aktives Trennen" von Emotion und Ratio gibt es halt nicht.

    Nur weil der Autist hauptsächlich auf der Sachebene kommuniziert heißt das ja nicht, dass da sonst nichts wäre, oder gar das er das bewusst täte.

    Davon mal abgesehen: Wenn ich zb aus Überforderung heule und schreie ist das alles andere als emotionslos...


    Wenn man das aktiv trennen könnte wäre man zb den fiktiven Vulkaniern sehr ähnlich. Aber auch diese haben massive Probleme mit ihren Emotionen. Das kommt immer wieder zur Sprache.

    Es gibt aber keine Vulkanier. ;)

    Emotionen und nonverbale Kommunikation ist ein evolutionärer Vorteil und er betrifft tatsächlich alle Arten auf diesem Planeten.

    Autisten haben da eindeutig ein großes Problem.


    Eine Gesellschaft nur mit Autisten ist auch nicht wirklich möglich. Die meisten Autisten haben weder Partner noch Kinder.

    Wie soll sie also entstehen? Dazu hockt jeder alleine in seiner Wohnung und geht seinen Interessen nach.

    Und sowas gezielt aufbauen funktioniert auch nicht. Größere Projekte, wie zb Vereine, scheitern alle früher oder später genau an diesem Problem. Da sind maximal eine Hand voll Leute, die was tun. Alles andere hängt in seiner kleinen Welt.

    Dafür gibt es massenweise Beispiele.


    Nein, Autisten sind ganz gewiss nicht die nächste Evolutionsstufe. Ohne NAs wären die allermeisten Autisten gar nicht in der Lage zu leben, und in einer fiktiven rein-autistischen Gesellschaft würden die auch nicht lange leben.

    Sind wir, die wir hier sitzen und uns über dieses Forum austauschen, nicht in gewisser Weise viel leistungsfähiger als der Rest der Menschheit?

    Im Gegenteil. Viele sind ohne Hilfen gar nicht lebensfähig.


    Stellt Euch doch mal vor, die Welt wäre auf uns ausgerichtet. Wie viel effizienter, klüger und friedlicher wäre sie.

    Auch hier klares Veto. Das gäbe nur Mord und Totschlag.

    In anderen Foren kann man das sehr gut beobachten.


    Mir ist irgendwann aufgefallen, dass die Fähigkeit, Emotionen und Fakten getrennt voneinander zu bewerten / bearbeiten / betrachten eine ganz wichtige Kompetenz ist. Und ich halte das für eine Kernkompetenz vieler Autisten.

    Auch das stimmt nicht wirklich. Fakten bewerten, ja. Aber Emotionen bewerten klares nein.

    Beim Bearbeiten von Daten ist das praktisch. In dem Moment wo aber Kollegen dazukommen wird es schwierig bis extrem schwierig. Der Mensch überträgt in seiner Kommunikation etwa 80% nonverbal und nur 20% verbal. Dem Autisten geht also extrem viel Information verloren, bzw er nimmt sie gar nicht wahr.

    Das ist keine Kernkompetenz, das ist Kernversagen.

    Mann mann mann.. so ne dämliche Wespe hab ich schon lange nicht mehr erlebt... Da ist Brot hochintelligent dagegen... :fp:

    Fliegt in meine Wohnung und rafft nicht wie sie wieder rauskommt. Alle anderen Wespen haben das schnell kapiert. Ich rufe "da gehts raus" und zeige aufs Fenster, sie folgen meiner Zeigerichtung und sind draussen.

    Die von eben meinte sogar sie müsse unter mein T-Shirt fliegen. :fp: Warum? Ich bin keine Blume und auch nix zu essen, ich nutze kein Parfüm, meine Seife riecht auch nach nix. Wie dämlich kann man sein? Sie hats einfach nicht kapiert. Ich zeige das Fenster, ich geleite sie mit dem Körper zum Fenster.. nix. Nein, lieber unter das Shirt fliegen und nicht mehr rausfinden. :fp:

    Nach viel Trara, und 15 Minuten später, flog sie, vermutlich per dummen Zufall, dann doch endlich wieder raus.

    Hoffentlich sind die aktuellen Arbeiterinnen nicht alle so doof. Die finden vermutlich noch nicht mal mehr ihr Nest...