Zwanghafte Gedanken bei Autismus

  • Ich habe dieses Manual durchgearbeitet und seitdem habe ich keine Zwangsgedanken mehr: Erfolgreich gegen Zwangsstörungen: Metakognitives Training - Denkfallen erkennen und entschärfen (Psychotherapie: Manuale) : Moritz, Steffen, Hauschildt, Marit: Amazon.de: Bücher

    Ist nun 8 Jahre her (hatte eine frühere Ausgabe). Also ich denke das Manual hat wirklich sehr gut geholfen, aber auch dass sich meine Lebensumstände ins Positive verändert haben und es mir insgesamt besser ging.

  • Ich weiß nicht, wie Zwangsgedanken definiert sind, aber wenn ich merke, dass sich mir negative Gedanken aufdrängen, die ich meiner Depression zuordne, spreche ich, um das zu unterbrechen, in Gedanken den "Expecto Patronum"-Zauber aus Harry Potter und stelle mir dazu das dazugehörige Schutzwesen aus dem Film vor. Klingt vielleicht komisch, funktioniert aber momentan ganz gut, um die Gedanken vorübergehend zu "überschreiben".

    "I get knocked down, but I get up again - they'll never gonna keep me down"
    nach: Chumbawamba "Tumbthumping"

  • Ich kenne Denkschleifen aus denen ich nicht rauskomme. Ob das bereits Zwangsgedanken sind weiß ich nicht.

    Das geht so weiß, dass sogar meine Betreuerin irgendwann genervt ist. Es endet auch erst wenn die Situation, um die sich meine Gedanken drehen, eingetreten ist.

    Als meine Fenster ausgetauscht wurden ging das über Monate. Aktuell steht eine Badsanierung an. Das kriege ich auch nicht aus meinem Kopf heraus. Zuviele Ängste sind da einfach drin.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

  • zwangsgedanken scheinen ja bei Menschen mit Autismus häufiger vorzukommen.


    Wie geht's du damit um?

    Ich würde dir da gerne meine Einschätzung/Gedanken mitteilen. Muss jedoch gestehen, das ich deine Fragestellung nicht ganz verstehe.

    Könntest du etwas ausführlicher Beschreiben, was dich zu diesem Thread/dieser Frage geführt hat?

    Ich bin selten nachtragend, ich kann mir nur vieles merken ;)

  • ich habe Probleme mit zwanghaften Gedanken und würde sie gerne los werden.


    Einen Therapieplatz habe ich bisher nicht gefunden und nur Medikamente von meinen Psychiater nehmen, möchte ich nicht.


    Mein Psychiater hat gemeint, das die zwanghaften Gedanken und träumerein, wahrscheinlich schon immer da waren und wahrscheinlich "nur" durch das Medikament metylphenidat, welches ich über mehrere Jahre genommen habe, verstärkt wurden.

    Außerdem meinte er, das das bei Autismus und AD(H)S häufiger vorkommt und somit eine Komorbidität ist.


    Beantwortet das deine Frage oder habe ich diese falsch interpretiert?

  • Beantwortet das deine Frage oder habe ich diese falsch interpretiert?

    Weder das eine noch das andere.

    Deine Beschreibung ist immer noch sehr nebulös (unklar) für mich.


    Aber vielleicht hilft dir folgendes...


    Für mich war es ein großes Hinderniss, erst einmal über das zu sprechen, was mir so im Kopf "herumgeistert". Da hat mir meine Therapeutin wesentlich mehr gebracht als "mein" Psychiater oder Medikamente.

    Meine Therapeutin hat aufgrund ihrer Ausbildung (so vermute ich) eine distanzierte Betrachtung auf meine Gedanken. Für mich ist sie eine Art Übersetzerin NT->ASS ; ASS->NT.

    Einiges verstehe ich heute etwas besser.


    Im Austausch mit (anderen) Menschen im Spektrum konnte ich auch lernen, das es zwar innerhalb Überschneidungen/Ähnlichkeiten gibt, diese aber nicht als "Handbuch" zu verstehen sind.


    Sag, was dich beschäftigt, und beschäftige dich mit dem, was gesagt wird. Das kann passen, muss aber nicht.

    Aroganz und Voreingenommenheit ist mir hier auf jede Fall noch nicht begegnet!

    Ich bin selten nachtragend, ich kann mir nur vieles merken ;)

  • mich beschäftigen super/enorm-Hypothetische Gedanken, was zum Beispiel passieren würde, wenn ich in ein behinderten Wohnheim gekommen wäre und komme auf solche Gedanken, wie zum Beispiel, das ich in quarantäne müsste, obwohl ich negativ bin, weil irgendwas schief geht oder man mir etwas reindrücken will.



    Tatsächlich hatte man mir (und meiner Mutter) mit 11 Jahren gesagt, das ich niemals richtig lesen, schreiben und rechnen lernen würde und später mal in einer behinderten Werkstatt arbeiten und einer behinderten Einrichtungen wohnen würde. Das geht mir immer noch nach.

  • Als praktizierender Legastiniker kann ich deine Texte gut lesen ;)


    Magst du sagen, ob du (und wenn ja, welchen) Beruf du ausübst?

    Ich bin selten nachtragend, ich kann mir nur vieles merken ;)

  • Aus schematherapeutischer Sicht hat sich duch die damalige Aussage wohl der Glaubensatz: "Ich werde immer unselbstständig und vom Wohlwohlen andere abhängig sein" (oder Ähnliches) gebildet, worauf du deine Ängste aufgesattelt (RW) hast.


    Reality-Check: Du kannst lesen und schreiben, hast einen Beruf und lebst alleine. Dieser Glaubensatz ist also falsch und dysfunktional.

  • Also gute Hand-Augen-Koordination, räumliches Vorstellungsvermögen und technisch/mathematisches Verständniss?

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  • mich beschäftigen super/enorm-Hypothetische Gedanken, was zum Beispiel passieren würde, wenn ich in ein behinderten Wohnheim gekommen wäre und komme auf solche Gedanken, wie zum Beispiel, das ich in quarantäne müsste, obwohl ich negativ bin, weil irgendwas schief geht oder man mir etwas reindrücken will.

    Nicht enden wollende Was-wäre-gewesen-wenn-Gedanken hatte ich eine ganze Zeit um die Diagnostik herum. Es wurde viel von meiner Sicht auf mich und auf mein Lebens durcheinandergeworfen, ich glaube, das musste einfach alles irgendwie neu sortiert werden. Gerade wenn die Ist-Situation besser ist als die hypothetische Situation, kann man daraus aber auch etwas Positives ziehen.


    Wenn mich etwas nicht los lässt, ob hypothetisch oder ein reales Problem, hilft es mir meist, es zu verschriftlichen, damit es nicht immer im Kopf herumgeistert. Bei Sachen, die schief gehen könnten, einen Plan B parat zu haben, ist auch sehr beruhigend. Also zu wissen, selbst wenn dieses oder jenes eintreten sollte, hat man noch eine Handlungsoption.

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  • Dankeschön

    Wofür?

    Ich zumindest kann damit gar nichts anfangen.

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  • Ich verstehe den Zusammenhang nicht.

    Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe. Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.

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